Route, Camper-Kosten und ehrliche Einschätzung — Jänner 2025
ROUTE AUF EINEN BLICK
| Tag 1–3 | Melbourne | 3 Nächte (Hotel) |
| Tag 3–5 | Phillip Island | 2 Nächte (Camper) |
| Tag 5–9 | Great Ocean Road | 4 Nächte (Camper, Gratis-Camps) |
| Tag 9–12 | Adelaide | 3 Nächte (Hotel) |
Stopps entlang der Great Ocean Road: Torquay / Bells Beach, Cape Otway, Twelve Apostles / Gibson Steps. Gesamtstrecke: ca. 1100 km · Reisezeit: Jänner (Hochsommer)
Fahrzeiten (ohne Stopps, bei Tageslicht)
| Melbourne → Phillip Island | ca. 140 km | ca. 2–2,5 Std. |
| Phillip Island → Torquay | ca. 220 km | ca. 2,5–3 Std. |
| Torquay → Twelve Apostles (B100) | ca. 190 km | ca. 3,5 Std. — kurvige Küstenstraße, real ein ganzer Tag mit Stopps |
| Twelve Apostles → Adelaide | ca. 550 km | ca. 6–6,5 Std. |
★ TIPP – Zufahrt Campingplätze
Zufahrten zu Campingplätzen im Hinterland (Schotter) extra rechnen — die in Google-Maps angegebenen Zeiten stimmen hier kaum.
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KURZ ZUR ROUTE
Melbourne–Adelaide ist eine der klassischen Roadtrip-Strecken im Südosten Australiens. Der Umweg über die Great Ocean Road lohnt sich: Die rund 250 km lange Küstenstraße westlich von Melbourne führt direkt am Meer entlang und endet bei den Twelve Apostles. Dazu kommt Phillip Island mit einer der größten Zwergpinguin-Kolonien der Welt. Wir waren im Jänner unterwegs — australischer Hochsommer und Hauptsaison. 12 Tage reichen für die Route, sind aber knapp kalkuliert.

WICHTIGE VORAB-INFOS
ANREISE & EINREISE
Von Wien nach Melbourne gibt es keine Direktflüge — mindestens ein Zwischenstopp, reine Reisezeit ab ca. 21 Stunden. Hin- und Rückflug kosten im Schnitt rund 1.200 €; der Jänner ist der teuerste Reisemonat, ab ca. 800 € geht es in der Nebensaison los (Stand Juli 2026, vorab vergleichen). Wir sind im Rahmen einer längeren Reise von Kuala Lumpur mit AirAsia nach Melbourne geflogen: 888 € für zwei Personen (Jänner 2025). Wer Australien mit Südostasien kombiniert, spart auf der Langstrecke deutlich.
Für die Einreise brauchen Österreicher:innen das eVisitor-Visum (Subclass 651): kostenlos, wird online über ein ImmiAccount beim australischen Department of Home Affairs beantragt und ist 12 Monate gültig, mit Aufenthalten von je maximal 3 Monaten.
★ WICHTIG — VISUM NUR DIREKT BEANTRAGEN
Nur direkt über immi.homeaffairs.gov.au beantragen. Drittanbieter-Seiten verlangen Gebühren für ein Visum, das eigentlich gratis ist.
CAMPER
Wir hatten den Jucy Coaster von Jucy Rentals: 6 Nächte, ca. 1.030 € (Jänner 2025, Hauptsaison). Abholung in Melbourne, Rückgabe in Adelaide (Einwegmiete). Untertags Sitzbank mit Tisch, abends Umbau zum Bett. Strom, Kühlschrank und Gaskocher hinten, magnetische Verdunkelungsrollos. Wir waren super zufrieden — genug Platz für zwei, bequemes Bett.
Camper-Einkaufsliste für den Start (bei uns Aldi + Kmart, ca. 90 €):
- Ladestecker für den Zigarettenanzünder
- Gaskartusche
- Küchenrolle, Feuchttücher, Mückenspray
- Instant-Kaffee + Lebensmittel-Grundausstattung
★ WICHTIG — UNBEFESTIGTE STRASSEN
Viele Gratis-Campingplätze liegen in Wäldern und Nationalparks und sind nur über Schotterstraßen erreichbar. Bei manchen Vermietern sind diese Straßen von der Versicherung ausgenommen. Vor der Buchung in den Bedingungen nachlesen oder direkt nachfragen.
★ TIPP — CAMPERMIETE
Viele Anbieter verlangen eine zusätzliche „One-Way“-Gebühr wenn man den Camper nicht am selben Standort wieder zurück gibt sondern die Strecke quasi nur in eine Richtung fährt.
LINKSVERKEHR
Für uns das erste Mal — sehr gewöhnungsbedürftig. Am Anfang haben wir beim Abbiegen und Einreihen immer zu zweit mitgedacht. Nach ein paar Tagen wird es normal.
WILDLIFE AUF DER STRASSE
Der wichtigste Sicherheitspunkt der ganzen Reise:
★ WICHTIG — NICHT IM DUNKELN FAHREN
In der Abenddämmerung und nachts sind Kängurus, Wallabys und Opossums auf den Straßen unterwegs — deutlich mehr, als wir es aus Europa mit Rehen kennen. Nach der Pinguinparade auf Phillip Island konnten wir nur im Schritttempo fahren, ständig sind Tiere über die Straße gehüpft. Fahrten am besten so planen, dass man vor der Dämmerung am Ziel ist. Im Sommer ist es zum Glück ohnehin sehr lange hell.
SONNENSCHUTZ
Die UV-Strahlung in Australien ist deutlich stärker als in Europa. Hut und LSF 50 sind Pflicht, auch bei Bewölkung. Die Hitze selbst war weniger das Problem — an der Küste weht fast immer Wind.
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ERLEBNISSE & STOPPS
MELBOURNE — TAG 1 BIS 3
Vom Flughafen sind wir mit Uber in die Stadt (ca. 20 Minuten). Zu zweit kaum teurer als der Bus — ab zwei Personen lohnt sich das fast immer.
Unterkunft: Miami Hotel — zentral, ca. 10–15 Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Altes Haus, kleines Zimmer, aber sauber. Für Budget-Reisende eine Empfehlung wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses; wer mehr Komfort will, sucht woanders. 3 Nächte: ca. 215 € (Jänner 2025).
St Kilda
Mit der Tram erreichbar. Langer Sandstrand, Grünflächen, Lokale und Strandbars — und ein guter Blick zurück auf die Skyline. Am schönsten nachmittags oder zum Sonnenuntergang. Am Pier lebt eine kleine Pinguin-Kolonie; wir haben an dem Abend keine gesehen, der Strand war den Ausflug trotzdem wert.
Australian Open (Jänner)
Wir sind keine Tennis-Fans — und es war trotzdem einer der besten Tage in Melbourne. Mit dem Ground Pass kommt man aufs gesamte Gelände: Außenplätze, Streetfood-Stände, Public Viewing, Spieler beim Training. Ground Pass: ab ca. 59 AUD (ca. 35 €) in der ersten Turnierwoche, ab ca. 15 AUD in der Opening Week davor, abends ab ca. 19 AUD (Stand: AO 2026). Wer früh bucht, zahlt Frühbucherpreise. Die Tram-Anfahrt ist im Ticket inkludiert. Vor Ort gab es an unserem heißen Tag gratis Wasser und Sonnencreme — insgesamt sehr gut organisiert.
-> Alle Details zu Melbourne findest du hier.
★ WICHTIG — GOPRO & DROHNEN
GoPros und Drohnen sind auf dem Gelände verboten. Ich musste meine GoPro in einen Spind sperren — ca. 15 AUD Spindmiete einplanen.
Queen Victoria Market
Riesiger Markt mitten in der Stadt: Obst, Gemüse, Foodcourt, Souvenirs. Gut zum Durchschlendern und für günstiges Streetfood.
Hosier Lane
Die bekannteste Graffiti-Gasse der Stadt, direkt im Zentrum. Kostenlos, die Wände werden laufend neu bemalt.
PHILLIP ISLAND — TAG 3 BIS 5
Camper übernommen (Uber zur Jucy-Station: ca. 26 €), eingekauft, dann ca. 2,5 Stunden Fahrt nach Phillip Island. Mit Öffis ist die Insel schwer erreichbar — ohne eigenes Fahrzeug wird es mühsam.
Pinguinparade
Jeden Abend kehren die Zwergpinguine in der Dämmerung aus dem Meer zu ihren Höhlen zurück — auf dem Areal leben rund 15.000 Tiere, es ist die größte Zwergpinguin-Kolonie der Welt. Man sitzt auf Tribünen am Strand und wartet; bei uns im Jänner kamen die ersten Pinguine gegen 21 Uhr. General Viewing: ca. 34 AUD (ca. 20 €) p. P., Stand 2026. Es gibt teurere Kategorien näher am Geschehen (Penguins Plus ca. 93 AUD), wir haben aber mit dem günstigsten Ticket alles gut gesehen.

★ TIPP — PINGUINPARADE
Früh zur Tribüne gehen — first come, first served. Und vorher Zeit fürs Besucherzentrum einplanen: kleines Museum, Restaurant, und ein Zähler zeigt, wie viele Pinguine am Abend heimgekommen sind. Tickets vorab buchen — im Sommer und an Wochenenden schnell ausverkauft. Warm anziehen, abends wird es auf der Tribüne kühl.
Robben-Bootstour (Seal Rocks)
Mit Wildlife Coast Cruises per Boot zu den Seal Rocks vor der Südwestküste — dort lebt Australiens größte Kolonie von Pelzrobben, mehrere tausend Tiere. Das Boot driftet bis auf wenige Meter an die Felsen, die Robben schwimmen neugierig heran. Im Jänner waren viele Jungtiere an Land. Dauer ca. 2 Stunden, wir haben ca. 116 € für zwei bezahlt (Jänner 2025). Man fühlt sich wie in einer Tierdoku — für uns eines der Highlights der Reise.
Übernachten: Auf Phillip Island gibt es keine kostenlosen Campingplätze. Erste Nacht: Berry’s Beach Farm — ein Stellplatz auf einer Wiese, über Hipcamp gebucht, nur wenige Minuten von der Pinguinparade entfernt (ca. 28 €/Nacht). Genau richtig, um nach der Parade nicht mehr weit im Dunkeln fahren zu müssen. Zweite Nacht: Campingplatz in Lang Lang am Festland (ca. 27 €), auf dem Weg zurück Richtung Great Ocean Road.
★ TIPP — OHNE CAMPER NACH PHILLIP ISLAND
Wer keinen Camper hat — Phillip Island ist mit Öffis kaum machbar, aber es gibt Tagestouren ab Melbourne inklusive Transport und Pinguinparade (z. B. über GetYourGuide, ab ca. 155 AUD).
GREAT OCEAN ROAD — TAG 5 BIS 9
Torquay & Bells Beach
Torquay gilt als Geburtsort des Surfens in Australien, am berühmten Bells Beach finden bis heute Profi-Wettbewerbe statt. Wir haben den Surfern zugesehen, sind die Küste entlangspaziert und haben den Sonnenuntergang mitgenommen — erstaunlich wenig los. Parken direkt am Strand fast überall möglich.
Memorial Arch
Der bekannte Foto-Spot ist eigentlich ein Denkmal: Die Great Ocean Road wurde ab 1919 von rund 3.000 heimgekehrten Soldaten des Ersten Weltkriegs gebaut — mit Schaufel und Spitzhacke, als Beschäftigungsprojekt. Eine Infotafel vor Ort erklärt die Geschichte.
Cape Otway
Hier leben wilde Koalas — genau in die Bäume schauen, wir haben zwei entdeckt. Dazu ein Coastal Walk mit Blick auf Ozean und Leuchtturm; wir sind ca. 2 km gegangen und umgekehrt, unterwegs viele Kängurus. Der Leuchtturm selbst (ältester am australischen Festland) kostet Eintritt — haben wir uns gespart.
Twelve Apostles & Gibson Steps
Der bekannteste Abschnitt und der einzige wirklich volle Ort der ganzen Strecke. Von der Aussichtsplattform blickt man auf die Kalksteinfelsen im Meer. Als wir 2025 dort waren, waren Parkplatz und Zugang noch kostenlos — das ändert sich: Mit dem neuen Visitor Centre (Eröffnung Ende 2026) kommen Eintritt und ein Buchungssystem. Gibson Steps und Loch Ard Gorge bleiben laut Behörde weiterhin frei zugänglich.
★ TIPP — GIBSON STEPS
Die Gibson Steps (ca. 2 km weiter) führen hinunter zum Strand — deutlich weniger Leute als oben an der Plattform. Baden theoretisch möglich, aber Vorsicht: Die Wellen sind hoch und stark.

Ab den Twelve Apostles kann man gefühlt alle paar Minuten anhalten: Loch Ard Gorge, London Bridge, The Grotto — Aussichtsplattformen, angelegte Wege, Infotafeln zur Geologie, jede Formation hat einen eigenen Namen. Wir hatten zu wenig Zeit eingeplant und sind von Spot zu Spot gehetzt. Für diesen Abschnitt kann man locker zwei Tage einrechnen. Hier findest du alle Stopps im Detail.
GRATIS CAMPEN ENTLANG DER STRECKE
Wir haben konsequent auf kostenlosen Campingplätzen übernachtet, gefunden über die App WikiCamps Australia (einmalig ca. 7 €). Unsere schönsten Plätze: Beauchamp Falls Campground und Stevensons Falls Campground — beide im Hinterland, beide gratis, beide nur über Schotterstraßen erreichbar. Dafür: Feuerstellen, saubere Toiletten, Grillplätze und nachts absolute Ruhe. Was man in Australien kostenlos bekommt, hat uns durchgehend positiv überrascht. Bezahlte Plätze direkt an der Route gibt es natürlich auch — ohne Umweg über Schotter.

★ WICHTIG — FAHRTZEIT
Die Zufahrten sind oft unbefestigt. Google Maps zeigte uns 30 Minuten an — real waren es eineinhalb Stunden im Schritttempo. Für Camp-Anfahrten deutlich mehr Zeit einplanen und vor der Dämmerung ankommen.
ADELAIDE — TAG 9 BIS 12
Von den Twelve Apostles nach Adelaide sind es noch gut 550 km — ein voller Fahrtag. Camper zurückgegeben, Uber ins Hotel (ca. 11 €).
Unterkunft: Adelaide Riviera Hotel — zentral, zu Fuß in die Stadt, nettes Personal, großes und sauberes Zimmer. Empfehlenswert. 3 Nächte: ca. 183 € (Jänner 2025).
Adelaide ist eine entspannte Studentenstadt: schöne Parks, viele Cafés, der Adelaide Central Market mit frischem Obst, Streetfood und Snacks. Mit der Tram fährt man einfach ans Meer — der Strand ist kilometerlang. Abends waren wir am Glenelg Beach: Lokale, Riesenrad, Sonnenuntergang.
Delfin-Bootstour mit Temptation Sailing
Ab der Marina in Glenelg, ca. 3–3,5 Stunden, wir haben ca. 87 € für zwei bezahlt (Jänner 2025). Zwei Ticket-Optionen: nur beobachten oder im Netz unter dem Boot mit den Delfinen schwimmen (bei uns ausgebucht). Auch mit dem Beobachtungs-Ticket konnten wir uns frei am Boot bewegen und haben mehrere Gruppen gesehen. Positiv: Die Delfine wurden nicht verfolgt — das Boot fährt in ihr Revier, und die Tiere entscheiden selbst, ob sie mitschwimmen. Die Crew konnte Fragen zur Meeresbiologie fundiert beantworten. Mehr dazu im [interner Link: 2–3 Tage Adelaide].
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ESSEN & PREISE
Australien ist kein günstiges Reiseland — mit Camper und Supermarkt lässt sich aber viel sparen. Unsere Referenzpreise (Jänner 2025):
| Kaffee (Flat White) | ca. 5–8 € | Stand Jänner 2025 |
| Sushi-Mittagessen | ca. 16 € | 2 Personen, Stand Jänner 2025 |
| McDonald’s | ca. 13–25 € | 2 Personen, Stand Jänner 2025 |
| Eis | ca. 12 € | 2 Personen, Stand Jänner 2025 |
| Supermarkt-Einkauf | ca. 80 € | 2 Personen/Woche, Grundausstattung + Nachkäufe |
★ TIPP — GÜNSTIG EINKAUFEN & ESSEN
Aldi gibt es auch in Australien — für die Camper-Grundausstattung deutlich günstiger als Coles oder Woolworths. Foodcourts in Markthallen (Queen Victoria Market, Adelaide Central Market) sind die günstigste Variante, um auswärts zu essen.
CAMPER-KÜCHE
Auf einem Gaskocher lässt sich mehr kochen als gedacht. Bei uns bewährt: Nudeln mit Tomatensauce, Chili con Carne, Wraps, Würstel, Eierspeise. Die australischen Supermärkte haben außerdem ein großes Sortiment an Fertiggerichten zum Aufwärmen (Ravioli, Dosengerichte, etc..) — hält auch ohne Kühlschrank lange.
★ TIPP — RESTE MITNEHMEN
Tupperdosen mitnehmen oder vor Ort kaufen, dazu Alu- oder Frischhaltefolie. Reste einpacken spart bares Geld — auswärts essen ist in Australien teuer.
AUSTRALIEN
MENTALLY PACKED
Bevor der Koffer gepackt wird, ein paar Dinge, die die Reise besser machen:
🎬 FILME & SERIEN
Lion (2016) — wahre Geschichte, spielt teils in Melbourne und Tasmanien.
The Dressmaker (2015) — schwarze Komödie im ländlichen Victoria, genau die Landschaft abseits der Küste.
Seven Worlds, One Planet — Australien-Folge (BBC): die Tierwelt, die einem auf diesem Roadtrip tatsächlich begegnet.
📚 BUCH-TIPP
Bill Bryson, „Frühstück mit Kängurus“ — der Klassiker unter den Australien-Reiseberichten
🎵 PLAYLIST
Gleich eine Roadtrip Playlist zum einstimmen. Bekannte Musiker die aus Melbourne kommen sind zum Beispiel Vance Joy oder auch Kylie Minogue.
🧠 KULTURELLE BASICS
Trinkgeld ist unüblich
„How are you?“ typische Begrüßung, keine echte Frage.
No worries = passt schon / gern geschehen — hört man zehnmal am Tag
Slip-Slop-Slap (Shirt, Sonnencreme, Hut) der Slogan von Cancer Council für effektiven Schutz vor der Sonne
📸 WAS MAN VORHER ANSCHAUEN SOLLTE
Für die Great Ocean Road lohnt ein Blick auf die Streckenkarte. Pinguin Parade vorab buchen.
Wer es nicht erwarten kann: Die Pinguin Parade hat auch einen Livestream auf Youtube.
PRAKTISCHE TIPPS IM ÜBERBLICK
TRANSPORT
- Uber ist ab 2 Personen meist günstiger als Flughafenbusse.
- Melbourne: Tram; zum Australian Open ist die Anfahrt im Ticket dabei.
- Adelaide: Tram und Zug bringen einen direkt an den Strand.
CAMPEN
- WikiCamps Australia (ca. 7 €) oder Campermate App für (Gratis)-Campingplätze.
- Phillip Island: nur bezahlte Plätze (ca. 27–30 €/Nacht).
- Zufahrten oft Schotter → Versicherung prüfen, Zeit doppelt rechnen.
- bei kostenlosen Stellplätzen/ Camps rechtzeitig dort sein
BUDGET (2 PERSONEN, 10 TAGE, JÄNNER 2025, OHNE FLÜGE)
| Camper | ca. 1.030 € | 6 Nächte, Jucy Coaster, Jänner 2025 |
| Hotel Melbourne | ca. 215 € | 3 Nächte |
| Hotel Adelaide | ca. 183 € | 3 Nächte |
| Lebensmittel & Essen | ca. 386 € | 2 Personen |
| Ausflüge | ca. 243 € | Pinguine, Robben, Delfine |
| Tanken | ca. 220 € | 4 Tankstopps |
| Transport (Uber, Öffis) | ca. 84 € | — |
| Campingplätze | ca. 55 € | Phillip Island + Lang Lang |
| Souvenirs & Sonstiges | ca. 108 € | — | Gesamt | ca. 2.520 € | ohne Flüge, Stand Jänner 2025 |
→ ca. 1.260 € p. P. bzw. ca. 126 € pro Person und Tag
TANKEN KONKRET: Eine Camper-Tankfüllung hat uns ca. 45–50 € gekostet; insgesamt haben wir auf der Strecke ca. 220 € vertankt (4 Tankstopps, Jänner 2025 — inkl. Umwege zu den Campingplätzen). Zur Orientierung: Benzin kostet in Victoria aktuell im Schnitt ca. 1,66 AUD/Liter, also rund 1 €/Liter (Stand Juli 2026). Bei ca. 1.100 km Route plus Umwegen und einem Camper-Verbrauch von 11–12 l/100 km sollte man 180–220 € einplanen. Preise schwanken in Australien im Wochenzyklus — unter der Woche tanken ist meist günstiger.
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EHRLICHE EINSCHÄTZUNG
WAS GUT WAR
- Pinguinparade und Robben-Tour: Wildlife-Erlebnisse, die das Geld wert waren — auch mit den günstigsten Tickets
- Gratis-Campingplätze überraschend gut: saubere Toiletten, Feuerstellen
- Great Ocean Road abseits der Twelve Apostles angenehm leer
- Jucy Coaster: komfortabel und komplett verdunkelbar — guter Schlaf
- Australian Open auch für Nicht-Tennis-Fans ein Erlebnis
WAS MAN WISSEN SOLLTE
- Wir haben die Great Ocean Road massiv unterschätzt — 1–2 Tage sind zu wenig, jeder Spot verdient Zeit. Nächstes Mal: 2 volle Tage nur für den Abschnitt ab den Twelve Apostles, Badezeug einpacken
- Nachtfahrten sind wegen Wildlife wirklich gefährlich — Routen strikt nach Tageslicht planen
- Google-Maps-Zeiten auf Schotterstraßen unbrauchbar (30 Min. angezeigt, 1,5 Std. gebraucht)
- Phillip Island: kein Gratis-Camping
- Jänner ist Hauptsaison: Flüge am teuersten, Pinguinparade ausgebucht, wenn man nicht vorbucht
FAZIT
Die Route Melbourne–Adelaide ist ein guter erster Australien-Roadtrip: kurze Distanzen nach australischen Maßstäben, viel Wildlife, gute Infrastruktur. 12 Tage funktionieren, fühlten sich aber knapp an — mit 14 bis 16 Tagen hätte man mehr Zeit für die Great Ocean Road und kann den Trip etwas entspannter angehen. Der Jänner bringt Sommer und die Australian Open, aber auch Hauptsaisonpreise. Wer flexibel ist, spart in der Nebensaison deutlich beim Flug. Für uns ging die Reise danach weiter nach Cairns.
AUF EINEN BLICK
| Empfohlene Dauer | 12–16 Tage (wir: 12 — knapp) |
| Beste Reisezeit | Dez–Feb (Sommer, Pinguin-Babys, AO im Jänner) — Achtung Hauptsaison |
| Budget / Tag / Person | ca. 126 € (ohne Flüge, Stand Jän. 2025) |
| Must-See | Pinguinparade, Seal Rocks, Twelve Apostles |
| Must-Do | Mind. 1 Nacht Gratis-Camping im Nationalpark |
| Mentally Packed | Aussie-Slang lernen — „no worries“ hört man wirklich zehnmal am Tag |
| Avoid | Nachtfahrten (Wildlife), GOR als Tagesausflug, Visum über Drittanbieter-Seiten |
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